„Unsere tägliche Desinformation“

Unter dieser Überschrift (http://www.faz.net/aktuell/politik/das-internet-als-propagandavehikel-obskurer-theorien-13364530.html), in angeblich wohlwollender Manier, konnte man am 12.01.15 einen Appell an die Leserschaft ausgerechnet der FAZ lesen. Wenige Tage, nachdem im gleichen „unabhängigen“ Zeitungsblatt eine Koalition der Presse- und Medienvertreter gegen die angebliche Verdrehung von Tatsachen ausgerufen wurde(http://www.faz.net/aktuell/politik/aufruf-der-zeitungsverleger-wehren-wir-uns-13361546.html), füllt der Journalist Mathias Müller von Blumencron die Frankfurter Allgemeine mit Aussagen, die seiner eigenen Handlungsweise konträr gegenüberstehen.

Die FAZ sowie andere Vertreter des medialen Mainstream ergötzen sich plötzlich als Gralshüter der Wahrheit und verklären die momentane Stimmung im Volk (siehe PEGIDA, über die die letzten Male mehrfach berichtet wurde) als eine Folge der verwirrenden Streuung von falschen Informationen. Dabei hinterfragt der Chefredakteur für digitale Produkte jedoch nicht das eigene Verhalten oder die Diskrepanz zwischen Berufsethos und der realen journalistischen Praxis. Er appelliert an den Leser, sich künftig nicht mehr von der Desinformationsstreuung durch das Internet beeinflussen zu lassen. In seinem Kommentar gibt er dem Leser seine Sorge um die desinformierte Facebook-Generation preis. Nun könnte man meinen, der Kommentator wolle die Jugend vor der schleichenden Digitalisierung und der daraus folgenden „digitalen Demenz“ 1) bewahren. Doch nach wenigen Zeilen zeichnet sich das typische Bild der heutigen Journaille ab. Das Internet habe sich zu einer „gewaltigen Empörungsmaschine entwickelt, einer Gerüchteschleuder, zu einem Propagandavehikel für jede noch so obskure Theorie.“ Diese Haltung zieht sich durch den gesamten Text, der weniger einer konstruktiven Argumentation, sondern vielmehr einem hilflosen Versuch, andere diffamieren zu wollen, gleicht. Der Autor möchte hierbei keineswegs in Frage stellen, dass das Internet ein Spielplatz für sämtliche Theoretiker, Verrückte und Schwätzer darstellen kann. Dennoch wird in dem Kommentar von Mathias Müller von Blumencron und in dem „Aufruf der Zeitungsverleger: ‘Wehren wir uns’“ ( http://www.faz.net/aktuell/politik/aufruf-der-zeitungsverleger-wehren-wir-uns-13361546.html) deutlich wie hilflos die Medienvertreter mittlerweile geworden sind. Sie spüren, dass sie allmählich den Boden unter den Füßen verlieren. Durch die zunehmende Digitalisierung werden Zeitungen wie die FAZ überflüssig. Zwar hat Blumencron recht, wenn er schreibt, dass sich im Internet eine Propagandaschlacht abspielt und es immer schwerer wird sie Wahrheit herauszufinden. Doch wird ihn dabei weniger die Desinformationsstreung als vielmehr die unabhängige Berichterstattung und Informationsaufnahme, die das Internet garantieren kann, stören. Fakt ist, dass die „konventionellen“ Berichterstatter tendenziös sind und selbst das Leitmedium „Tagesschau“ vor  unsachlichen und staatsideologischen Veröffentlichungen nicht mehr befreit ist.

Menschen wie Helmut Heinen (Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger) oder Mathias Müller von Blumencron sind nun wirklich die letzten Gestalten, die der Weltöffentlichkeit als Moralapostel dienen dürfen. Sie fühlen sich nur durch die immer lauter werdenden Lügenpresse-Rufe bedroht. Sie sehen ihre eigene Existenz gefährdet. Machen (von „verdienen“ kann hier überhaupt keine Rede sein) diese bezahlten Lügner doch seit Jahren Geld auf Kosten der Meinungs- und Gedankenfreiheit. Es sind gerade jene Akteure und Gazetten, die sich stets durch ihre tendenziöse „Berichterstattung“ zu Verrätern des eigenen Volkes entpuppt haben. Diese Entwicklung (die Aufklärung der Menschen und der damit einhergehende sinkende Glaube an die Medien) veranlasst die „Gralshüter der Wahrheit“ nun einen Kreuzzug gegen das sonst so lobenswert erwähnte Internet zu führen. Dies sei schließlich schuld an PEGIDA, Verschwörungstheorien und eine zunehmende Unzufriedenheit in unserem Land. Doch blenden diese Herrschaften dabei nur aus, dass die Menschen und besonders die Jugend  in soziale Netzwerke fliehen, da sie keine andere informative Alternative mehr in den sog. Mainstream-Medien erkennen können. Heinen und Blumencron sowie Springer und andere Wächter der Demokratur tragen die Schuld an einer desinformierten Jugend.

Sie sind Angehörige der Vierten Gewalt in der Bundesrepublik Deutschland und verklären jeden, der nicht systemkonform ist, als Nazi und Rechtsextremisten.

Lieber Herr Blumencron,

mit Relativierungen der Islamisierung, dem Vorgaukeln einer florierenden Wirtschaft und den Durchhalteparolen, die den Menschen suggerieren sollen wir hätten eine stabile Währung, werden sie ihren Ruf als „Lügenpresse“ niemals los. Es wird immer offensichtlicher, dass ihre Berichterstattung keine Seriosität mehr genießen kann. Sie sind Lügner und Hetzer im Auftrag einer  kleinen Clique von Eliten und Wegbereiter für die digitale Welt. Die Jugendlichen in unserem Land sind  nicht Opfer der Digitalisierung und  Gefangene der Facebook-Matrix von Zuckerberg geworden, sondern sie flieht vor einer unseriösen und illusorischen Meinungsmache der etablierten Medien, wie die FAZ.

Der Medienmaffia das Handwerk legen – Lügenpresse bekämpfen – im Internet die Wahrheit verbreiten!

 

1) Begriff ist von dem Psychiater und Hochschullehrer Manfred Spitzer in seinem gleichnamigen Buch verwendet worden.