Dass die Verteilungsverhältnisse im gesamten Bundesgebiet seit den 1950er Jahren sehr unterschiedlich sind, ist eine unübersehbare Tatsache. Man spricht heute nicht umsonst noch immer vom „Goldenen Westen“, während die sog. neuen Bundesländer als „Hinterland der Hinterwälder“ bezeichnet werden. Doch auch innerhalb des „Ostens“ ist ein gewaltiges Einkommensgefälle vorzufinden. Jeder 6. Brandenburger ist von Armut bedroht.

Einer Studie des „Sozialwissenschaftlichen Forschungszentrums Berlin-Brandenburg“ nach, wachsen die Einkommen des oberen Fünftels schneller als die des unteren Fünftels. „Brandenburgs Spitzenverdiener haben monatlich 4,6-mal Geld mehr zur Verfügung als das untere Fünftel“, weiß die MAZ zu schreiben. Der Studienleiter Thomas Hanf beteuerte, dass trotz steigender Durchschnittseinkommen die soziale Ungleichheit wächst. Der Arbeit ist zu entnehmen, dass es eine signifikante Differenz zwischen dem Berliner Umland und den eher (Vorsicht: Neusprech) „strukturschwächeren“ Brandenburger Regionen gibt.


Die Thematik kam nun zwei Wochen vor der Brandenburger Landtagswahl im „hohen Haus“ von Potsdam zur Sprache. Bezeichnend ist hierbei die geheuchelte Empathie für die Bürger, mit der die CDU hier agiert. Kaum steht ein Wahlkampf an, da erheben die „Vorzeigebürger“ wieder ihren Finger und weisen auf die Fehler der anderen hin. Wie in einem schlechten Theaterstück suhlen sich die Demokröten wieder im Schlamm und schieben sich gegenseitig den sprichwörtlichen Schwarzen Peter zu. Die zumindest offiziellen Verantwortlichen weisen diese Kritik weit von sich. So rühmt sich der Sozialminister Günter Baaske (SPD), dass das Armutsrisiko bei Jugendlichen 2012 doch mit 24,9 % (!) unterm ostdeutschen Durchschnitt lag. Den vielen Jugendlichen, die dadurch trotzdem in (Vorsicht: Neusprech) prekären Verhältnissen leben müssen, dürften sich nur schwer getröstet fühlen. Auch die Kritik der sogenannten Opposition ist mehr als fragwürdig. Liegt Brandenburg damit doch nur im gesamtbundesrepublikanischen Trend.

Die Regierungen unter CDU, SPD, Grünen und FDP nehmen sich alle nichts. Sie haben es versäumt für die Zukunft vorzusorgen. Stattdessen haben sie die Schuldenmaschinerie der Deutschen Bank und der EZB über Jahrzehnte hinweg missbraucht, um den Wählern Geschenke zu machen. Das Ganze auf Kosten der Steuerzahler und Sparer. Die ehemalige DDR war hochverschuldet. Die Einverleibung der „neuen“ Bundesländer in die BRD hat zu einem gewaltigen Schuldengefälle geführt, das bis heute spürbar ist. Die Länder im Osten der Bundesrepublik sind heute massiv verschuldet. Man spricht von den sog. Nehmerländern. Die Republik zählt heute fast 2,15 Billionen (!) € Schulden. Eine Summe, die nur noch durch Enteignung und Schuldenschnitt wettzumachen ist.


Diese Zustände sind nicht von einzelnen Ministern verursacht worden und auch nicht zufällig gar unvorhersehbar plötzlich aufgetreten. Sie sind die logische Folge einer völlig fehlgeleiteten Politik. Eine Politik, die im Sinne von Finanzmärkten und Zentralbankern handelt. Eine Politik, die nicht im Sinne des Volkes herrscht, sondern in Zusammenarbeit mit Investmentbanken und dem staatenlosen Kapital unsere Erde plündert.


Die Völker sind gespalten in Parteien und Verbände. Das ist die Aufgabe von Parteien. Sie sollen die wenigen, die sich noch für die politischen Belange ihres Landes einsetzen wollen, in dem schönen Gesellschaftsspiel Demokratie verwickeln, damit sie keine Zeit mehr haben, die wirklich wichtigen Dinge zu bekämpfen. Die heutigen Politiker, die hier auch im Potsdamer Landtag nun einen auf dicke Hose machen, sind nichts weiter als Schausteller, die dem Volk suggerieren, dass sie sich für die Belange der Menschen einsetzen. Währenddessen verhungern Kinder und werden fleißige Arbeiter zu Tausenden ausgebeutet oder in die Beschäftigungslosigkeit geschickt.

Ist das eine Zukunft?
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