Am Mittwoch, dem 23.Juli organisierte die Stadt Jüterbog zusammen mit der Kirchengemeinde eine Informationsveranstaltung über das im September entstehende Asylantenheim. Bei solch einer Veranstaltung durften wir selbstverständlich nicht fehlen!

Im Vorfeld konnte in Erfahrung gebracht werden, dass der Spielplatz, der vor kurzem erbaut wurde, nicht von der Stadt oder irgendwelchen anderen Institutionen staatlicher Seite finanziert wurde.

Nein! Unser Dank gilt an dieser Stelle ausschließlich privaten Investoren.

Sollte es nicht eigentlich die Aufgabe des Staates sein, für die Zukunft und den Interessen des eigenen Volkes einzustehen?

Doch in Jüterbog geschieht genau das Selbe wie in vielen anderen Städten Deutschlands. Irgendwie kommen immer mehr Wirtschaftsflüchtlinge zu uns und in voller Freude wird auch hier ein Heim gebaut.

Beschlossen ist die Sache schon seit Monaten. Nun ist das Gebäude bald bezugsfertig. Dann kann man auch die Bürger informieren.

Und wie macht man das als Volksverräter?

RICHTIG! Man schreibt erst einmal einen Artikel in verschiedenen regionalen Zeitungen. Erklärt darin wann das Heim kommt, wie toll die neuen Nachbarn werden, redet von jeglichen Problemen als wären sie nicht existent oder erfindet gar neue Probleme, wie schlecht es den Ärmsten geht und wie gut es den Deutschen geht. Aber dass in Deutschland viele tausend Kinder in Armut leben und Rentner Pfand sammeln müssen, um über die Runden zu kommen, wird verschwiegen. Zu guter Letzt kündigt man noch eine Informationsveranstaltung an.

Die Zeit der Veranstaltung lege man auf 19:00 Uhr fest. Zwei Tage vorher veröffentlicht man dann die wirkliche Zeit. Eine Stunde früher, so kommen dann die meisten der normalen Bürger zu spät und können nicht zu viele Fragen stellen.

Nun muss man nur noch jegliche Toleranzromantiker die man so kennt einladen. 10 Stühle lasse man frei. Dem Bürger geht das sowieso nichts an!

Nun komme ich also, als normal denkender, junger Mensch, eine dreiviertel Stunde zu spät in diesen gut gefüllten Saal und das Erste was ich höre ist, wie eine anscheinend völlig verwirrte Frau Geschichten über die armen Asylbewerber erzählt.

Es waren noch einige junge Menschen aus Jüterbog und Umgebung. Vielleicht hätte die Hälfte noch Platz gefunden, doch die meisten Leute die da saßen, strahlten irgendwie etwas Komisches aus. So entschieden wir uns lieber zum stehen.

Nachdem die Veranstaltungsleiter fertig mit ihren lustigen Geschichten waren, kam man nun zur sogenannten Anwohnerfragestunde. So langsam konnte ich merken, warum mir die meisten Menschen da drin so befremdlich vorkamen. Die werten Herrschaften kannten sich alle unter einander und bei Meldungen wurden alle positiven Stimmen mit Namen aufgerufen.

Alle Stimmen die irgendetwas negatives Gegenüber dem bevorstehenden Heim sagen wollen, mussten sich auch selbst vorstellen.

Es war offensichtlich! Diese ganzen Verrückten, die die erzählten Geschichten wirklich glaubten, waren geladene Leute! Die klopften sich gegenseitig auf die Schulter, erzählten weiterhin lustige Märchen und schauten dumm aus der Wäsche, wenn wir oder andere junge Menschen im Publikum das Wort ergriffen.

Mit einer Bürgerveranstaltung hatte das Ganze nichts zu tun! Die Sinnhaftigkeit war nur in so fern gegeben, dass die Presse nun über die tolleranten Bürger schreiben kann.

Im Großen und Ganzen, wurden wir wieder einmal von den zuständigen Politikern verarscht. Doch wir werden weiterhin auf der Straße stehen und überall das Wort ergreifen wo sich eine geeignete Bühne ergibt. Wir werden diese volksfeindliche Politik nicht akzeptieren und jederzeit sagen, was wir denken!

Die Jugend aus Brandenburg